Boßelverein Tetenbüll von 1894 e. V. - Wettkämpfe 2011

 

 

Die Tetenbüller Mannschaft 2011

 
 


 

Auf dieser Seite erscheinen die aktuellen Berichte zu absolvierten Feldkämpfen des laufenden Jahres. Sobald ein neues Wettkampfjahr beginnt, sind die alten Berichte im Archiv abrufbar.
 


 

Die Smileys in den Feldkampfberichten finde ich aber niedlich. Was bedeuten die eigentlich?

   Gewonnen! 1 Smiley = 1 Schott, mehrere Smileys = entsprechende Anzahl Schotts
;)   Gewonnen! Aber ohne Schott
  ;) Ein gefühlter Sieg!
   Grrrh, Niederlage
;(   Grrrh, sehr knappe Niederlage

 


 

Feldkampf gegen BV Rödemis am 12.03.2011
 
Mannschaft: 18 Mann
Ergebnis:    und 70m
 
Ort: Lundenbergsand
      
Wetter: Leichte Brise, leicht bewölkt, 9°C.

 

Frühlingswürze hing sachte in der Luft, Eichhörnchen, die verliebt am Deich spielten, Zugvögel, die zurückkehrten, lockere Boßler, ein herrliches Naturschauspiel für den letzten Feldkampf der Saison.
 
Die Tetenbüller lagen noch vor Anwurf bereits gute 100m zurück, weil ein Rödemisser am Morgen vorgeworfen hatte. Nachdem die "Nummer Een" fertig war, lag man gute 10m voraus. Bis zur Nummer Sechs hatte man sich fast vor ein Schott gekämpft, als ein Tetenbüller Wurf links über die Straße ging und nach einem gelungenen Wurf zurück beide Gegner irgendwie wieder gleichauf lagen.
 
Wieder schienen verliebte Eichhörnchen durchs Bild zu hüpfen als wollten sie sagen: "Schön! So freundlich und fein, so darf es sein ;-)" "NÖ! Nu man los, wie wöd winn´n!" Auf Tetenbüller Seite passte danach alles. Trotz hochkarätiger Ausfälle und Frühlingsharmonie pur besann man sich auf harte Männertugenden, verscheuchte die Eichhörnchen, und warf das Blei als wäre es das letzte Mal. War es ja auch, quasi...
 
Der Vorsprung wuchs langsam an und bekam an Nummer Viertletzt in Form eines jungen 15-jährigen Boßeltalents eine nicht enden wollende Flugbahn serviert und ein Schott. Was für eine Marke, Bengel! "Kumm du mi no Hus!" Sehr viel mehr ist über den zweiten Durchgang dann auch nicht mehr zu sagen, außer dass die Tetenbüller danach allesamt gut warfen und wieder an Nummer Drittletzt ein Schott bekamen.
 
Der Schriftführer höchstpersönlich wurde im letzten Feldkampf der Saison ausgezählt?!? Nix werfe??? Als Dank dafür zwei Pott Bowle bezahlen und ohne getane Arbeit ab nach Hause? "Nochmal NÖ!" Einige Rödemisser versprachen der beleidigten Leberwurst einen Ehrenwurf nach dem Feldkampf mit "1-2-3 Jubel"-Garantie und ZWEI Mannschaften hinter der Fahne. Wenn das mal nichts ist!
 
Nummer Vorletzt der Tetenbüller merkte aber tief im Herzen, dass das so nichts werden konnte. Mindestens drei Monate Gejammer und jahrelange Erinnerungsreden. Er nahm sich sein Herz und warf: naja... flach... So lag Tetenbüll beim letzten Wurf gute 10m vor, aber der letzte Rödemisser packte so eine Keule aus... Dammi! Die Tetenbüller Nummer Letzt schaffte das mal grade so, aber die Kugel sprang einen halben Meter zurück und lag zudem weiter aus der Bahn. "Dat Schott mutt rut!"
 
Also, der Schriftführer hat sich gefreut ;-) Und dieser Wurf war man doch kein Ehrenwurf (na ja, mit ein bisschen Nachhelfen), hat offensichtlich Spaß gemacht und der war gut, Freunde! Geht doch! So, nu aber: Klappe zu, Affe tot, Saison vorbei, wir sehen uns wieder gegen Dithmarschen, jedoch spätestens am 1. Mai.
 
Lüch op!
 
Tetenbüll gewinnt mit einem Schott und einem Kiek-ut von 70m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Rödemis am 12.03.2011 

 

 

Christian Piehl mit schwerem Stand 

 

  

Unser Vorsitzender hält die Kugel wie immer recht flach 

 

 

Christoph Dau wieder mit zuverlässigen Weiten 

 

 

Auch Nico Lorenzen wurde kräftig angefeuert 

 

 

Melvin Hildebrandt mit zwei unglaublichen Würfen

 

 

Dann durfte Sönke Schmidt doch noch ran und wurde von beiden Seiten bejubelt

 

 

Zum Ende der Saison bedankte sich Peter Julius Hansen für die hervorragenden Würfe seiner Boßler und beim fairen Gegner

 


 

Feldkampf gegen BV Witzwort am 05.03.2011
 
Mannschaft: 18 Mann
Ergebnis:    
 
Ort: Kaltenhörner Deich
     
Wetter: Sonnig, starker, kalter Nordwestwind, 2°C.

 

Jeder Feldkampf hat so seine Eigenheiten, an die man sich direkt erinnern kann. Sonnenschein, Wind, kalter, scharfer Wind, Kuriositäten, knappe Würfe, Glück.
 
Los gehen sollte es mit 22 Mann. Am Deich in Kaltenhörn waren dann nur noch 18 vorhanden. Na ja, das kennt man ja schon zum Ende der Saison. 18 Mann also kamen auf die Deichkrone zu und wurden fast wieder nach Hause gepustet. Der Deich verdichtet tatsächlich die Luft in der Höhe von 8m auf das gefühlte Niveau eines 8000ers. Reinhold Messner war nun also unter uns, in uns, Abenteuer! Muss das sein? Egal, Augen zu und durch!
 
Zwei Witzworter hatten am Morgen am noch harten Deich vorgeworfen, drei von vier Würfen sollen noch ganz gut gelaufen sein. Da lag ein ganz schönes Ende vor, irgendwo da hinten und die Sonne stand nun schon lang genug auf dem Aussendeich. Nichts lief, das schaffen die Tetenbüller nie.
 
Noch vor dem vierten Wurf sah es auch wirklich so aus, aber die aus der Mitte eingesetzten Abwerfer warfen die Bleikugel auf ziemlich genau 1,2345m an die Witzworter Kugel heran, direkt beieinander. Ohne Trüll. MÖNSCH! Dor geit watt ;-)
 
Tatsächlich warfen die Witzworter dann aber besser und lagen an Nummer Sieben bereits schon kurz vorm Schott. Ein Pudel, der noch in der Luft war, verzückte die Tetenbüller dann für genau 2 Sekunden. 45 Grad links aus der Bahn und elendig flach traf die Boßel genau auf den gepflasterten Weg am Heckloch, das Tor stand offen und die Kugel lief. Das hatten die Witzworter laut eigener Aussage seit 20 Jahren nicht mehr erlebt. "Witzig!" Erstes Schott.
 
Dann ging es Wurf um Wurf hin und her und die Tetenbüller hielten mit einem Schott im Nacken gleichberechtigt mit. Im zweiten Durchgang konnten die Witzworter sich wieder absetzen, jedoch nicht entscheidend. Auf Nummer Zwölf gelang den Witzwortern dann das gleiche Kunststück noch einmal, nach ziemlich genau 20 Jahren und 30 min. Wer sich mit Wahrscheinlichkeiten auskennt teilt kurz 20 Jahre durch 30min und wird sagen: "Sofort Lottoschein ausfüllen! JETZT! Für einen Fünfer reicht das mindestens ;-)" Zweites Schott.
 
Eine leichte Schwäche der Witzworter ließ sie ihr zweites Schott dann noch wieder einsetzen und zu einem letztlich ungefährdeten und verdienten Sieg werfen. Freude pur und lange Gesichter bei den Tetenbüllern. Reinhold Messner war an diesem Tag also ein Witzworter, Glückwunsch ;-)

 
 
BV Witzwort gewinnt mit einem Schott und einem Kiek-ut von 21 m GOLD.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Witzwort am 05.03.2011 

 

 

Matthias Johns hat freie Bahn und wieder eine gute Leistung erbracht 

 

  

... komm Jan, hier mutt hey noch stiegen!! 

 

 

Marco Hansen muss gegen die Sonne und den Wind werfen 

 

 

Reimer Dau nach langer Verletzung das erste Mal wieder dabei 

 

 

Peter Julius Hansen musste am Ende den Witzwortern zum Sieg und den seltenen Würfen aufs Pflaster gratulieren

 


 

Feldkampf gegen BV Wesselburen am 26.02.2011
 
Mannschaft: 17 Mann
Ergebnis:    
 
Ort: Wesselburener Feld
    
Wetter: Leichter Wind, bewölkt, 2°C.

 

Nach einer längeren Feldkampfpause von 2 Wochen trafen sich die Tetenbüller im Vereinslokal Kirchspielkrug. Zum großen Entsetzen ging der Trend zu Absagen weiter. Einige Spitzenwerfer mussten wir zu Hause lassen, so dass wir mit nur 17 Mann ins Feld zogen. Auch auf Wesselburener Seite gab es einige Ausfälle, was man ihnen im Verlauf des Feldkampfes nicht unbedingt anmerkte.
 
Wie gewohnt konnte der Gegner Wurf um Wurf einen guten Vorsprung herausholen. Gerade die angrenzende Straße und ein Verlauf von unzähligen Maulwurfshügeln verwehrte uns den wichtigen Trüll bei so manchem Wurf. Folgerichtig schaffte Wesselburen bei Nummer 5 und 12 jeweils ein Schott.
 
Im zweiten Durchgang lief die Sache kaum anders. Schott Nr. 3 und 4 bei Nummer 7 und 9 besiegelten die Niederlage. Aber auch wenn der Bonsche gelutscht schien, besannen sich die Tetenbüller noch einmal und holten aus eigener Kraft einen Vorsprung heraus. Hier bewies gerade Jan Dau große Wurfstärke und mit einem taktisch klugen Wurf unserer schmucken Nummer Letzt trotzten wir Wesselburen noch ein Schott ab.
 
Kleine Kuriosität im wahrsten Sinne des Wortes "am Rande": Ein Wurf, der nach Meinung vieler, zuerst die Bankette am Straßenrand traf (also nicht die Straße ;-) und dann auf der Straße recht lange weiterrollte wurde zurückgerufen, weil sich lediglich ein gegnerischer Boßler beschwerte. Die Boßel ihrerseits als perfekt geeignetes Beweismittel hatte nach diesem weiten Wurf keinen Einschlag, war auch nicht zerbrochen, sondern war vom Rollen nur leicht angeschrammt. Prost!
 
Zum Pech der Absagen kommt dann auch noch fehlendes Glück hinzu und obendrauf Folgendes:
„Ihr hättet uns heute echt packen können bei unseren Ausfällen“ - war die Aussage so mancher Wesselburener an diesem Nachmittag. Vielleicht mag da was dran sein, jedoch brauchen wir dann auch alle verfügbaren Kräfte, ansonsten sieht man gegen jeden Gegner schlecht aus.
 
Achtung: Wesselburen gewinnt mit 3 Schott und 49 m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Wesselburen am 26.02.2011 

 

 

Thore Dau nah an der Bahngrenze 

 

  

Der Rückstand soll verkürzt werden, und da heißt es: Anfeuern! 

 

 

Jan Dau (immer deutlich an der Kopfbedeckung zu erkennen) wieder mit hervorragenden Würfen 

 

 

Matthias Johns war nicht der Einzige, der heute vom Weg zurück auf die Bahn werfen musste

 

 

Peter Julius Hansen gratuliert den deutlichen Siegern aus Wesselburen

 

 


 

Hauptverbandsfest am 12.+13.02.2011 in Wacken / Holstenniendorf
  
Am frühen Sonntagmorgen kamen wir auf dem Festivalgelände von Wacken zusammen, um über schneebedeckte Geest gegen unsere alljährlichen Gegner Eddelak und Altona zu boßeln. Das Schöne ist, dass man auf dem HV-Fest alle zwei Jahre Feldkämpfe ausführen kann, für die der Weg sonst viel zu weit wäre.
 
Wie all die Jahre sollten wir den ersten Feldkampf gegen Eddelak haben, also besser gegen Gußmann und Gußmann, die neue Doppelspitze, begleitet vom neuen 1. Vorsitzenden Mirco. Machen wir es kurz: Das Gelände war toll, nur zwei oder drei Knicks, guter Untergrund, leichte Schneedecke, harter Boden. Angetreten waren wir mit nur elf Boßlern, die Eddelaker hatten aber auch nicht mehr.
 
Die Feier über den A-Pokal am Vortag schien Wirkung gezeigt zu haben. Mit elf Man gegen den neuen Hauptverbandsmeister. Spannend! Wollen wir nicht lieber einfach nur zusammen Bier trinken und Karten spielen? Na ja.
 
Nach dem ersten Wurf lagen wir noch so ziemlich gleich auf, und dann nahm das "Elend" seinen Lauf. Wir können das Endergebnis im Prinzip durch 22 Würfe teilen und haben den Verlauf des Kampfes exakt skizziert. Natürlich ist auch mal ein Wurf am Knick hängen geblieben, aber am Ende waren die Eddelaker genau 12-13m pro Wurf besser. Ende der Durchsage!
 
Mirco hielt seine Rede nach dem Feldkampf auf hochdeutsch und versprach in zwei Jahren Platt zu lernen und seien Rede beim nächsten Aufeinandertreffen auf Platt zu halten. Merken wir uns, versprochen ;-).
 
  Eddelak gewinnt mit drei Schott und einem "Kiek-ut" von 70m.

 


 

Der zweite Feldkampf gegen Altona musste aufgrund einer leichten Anreiseschwäche der Altonaer auf zehn Mann verkürzt werden, versprach aber dennoch mehr Spannung. Noch vor zwei Jahren hatten wir knapp mit 16m Gold verloren. Der Feldkampf war auch wirklich spannend, Kopf an Kopf.
 
Zum Beginn des zweiten Durchgangs lagen die Altonaer 20-30m vorne, und die Tetenbüller Nummer Eins musste es irgendwie schaffen, über einen weit entfernten Knick zu kommen. Der Wurf gelang sehr gut und lief auch noch ein wenig, so dass der Vorsprung allein nach diesem Wurf aufgezehrt war. Die Tetenbüller kämpften sich mit tollen Würfen Stück um Stück voraus und durften sich nach einem spannenden Schlussspurt als Sieger mit 13m sehen.
 
Am Ende wurde vom 1. Vorsitzenden der Tetenbüller die vor zwei Jahren verlorene Goldene Boßel überreicht mit dem Hinweis, dass nun eine neue Serie gestartet werde. Sehr gerne würden wir die Altonaer wieder auf unserem Ball begrüßen dürfen. Unvergessen ist die Überreichung der Goldenen Boßel damals an einem kleinen Regenschirm hängend ;-)
 
;)  Tetenbüll gewinnt mit einem "Kiek-ut" von 13m.

 

Nach dem Feldkampf begaben sich einige Tetenbüller noch auf den Kommers, der sich arg in die Länge zog. Seitdem wissen wir, wieviele Pferdebetriebe, Biogasanlagen und Nord-Ostsee-Kanal-Kilometer in Wacken wohnen. Die Erbsensuppe war gut und die "Wacken Firefighters" (Blaskapelle der Feuerwehr) sorgten für tradtionelle Stimmung, spielten aber auch "Highway to Hell".

Fotos vom Hauptverbandsfest am 12.+13.02.2011 in Wacken / Holstenniendorf

 

 

Die A- und B-Gruppen haben sich gegenseitig angefeuert 

 

  

Hier Xaver Kähne auf den sehr guten Ständen 

 

 

Peter Julius Hansen gibt die Anlaufrichtung vor 

 

 

Hier der Blick von der Bahn

 


 

BV Tetenbüll vs. BV Garding am 05.02.2011 

Mannschaft: 17 Mann
Ergebnis:  ;)  
 
Ort: Deich von St. Peter-Böhl
   
Wetter: Mix aus Sonne und Wolken,  kräftiger Wind aus Südwest, +3°C.

 

Was war das für ein schöner Boßeltag am Deich von St.Peter-Böhl. Der Wind peitschte ziemlich kräftig aus allen Hörnen, und ohne störenden Regen zogen wir von der Überfahrt aus den klassischen Weg nach links. Die Tetenbüller konnten nur 17 Mann stellen, was teils an Krankheit, aber teils auch an Unvermögen lag, dazu später mehr.
 
Gleich die ersten Würfe zeigten, dass beide Mannschaften sich viel vorgenommen hatten. Mit starkem Rückenwind ist es immer noch am schönsten, und was waren das für Würfe! Was im letzten Winter noch großzügige Schneeflächen waren, war heute durch Treibgut "bestens" ersetzt worden. Kein blasser Schimmer, wo diese Unmengen an knöcheltiefen, feinstem Stroh hergekommen waren. Normalerweise hätte im Vorland kein Halm mehr neben dem anderen stehen dürfen.
 
Man boßelte munter nebeneinander her bis zum Heck am Ende der Bahn, Garding immer leicht voraus, oft kurz vorm Schott. Kurz vor Ende des ersten Durchganges dann eine unangenehme Feststellung der Tetenbüller: "Matthias, steiht de gor nich in de Rull?!" Vergessen, übersehen, oh-haua-haua-ha... Was sich unter den Tetenbüllern mit Recht fast zu einem Eklat entwickeln wollte, wurde auf schnelle Nachfrage durch den ersten Vorsitzenden der Gardinger besänftigt. Die Rollenleser sollen das untereinander regeln, grandios. Die Gardinger hatten alle gestrichenen Boßler noch mit am Deich, also alles regelbar, keine Panik. Aufstecken und im zweiten Durchgang werfen.
 
Das war auf keinen Fall selbstverständlich und zeigte eine große Geste der Fairness und der so geliebten Kameradschaft, Bravo! Miteinander boßeln, nicht gegeneinander. Heimatsport! Hier gibt es keine Pokale für Sieger, hier gibt es Pokale für Pflege, und das war Pflege pur! Nicht alle Vereine hätten das so angenommen, als Vorbild und Denkanstoß für alle nur weiterzuempfehlen.
 
Im zweiten Durchgang bekamen die Gardinger dann endlich das lang ersehnte Schott, das aber schon fünf Nummern später wieder herausgenommen werden musste. Und dann durfte Matthias die Gnade der Gardinger erfahren, die tatsächlich einen Werfer aus dem Mittelfeld wieder gegen ihn eingesetzt hatten. Garding lag nach diesen zwei Würfen knapp 40m zurück, davor lagen sie ein gutes Stück voraus. Und das fünf Werfer vor Schluß. Diesen Vorsprung ließen sich die Tetenbüller dann nicht mehr nehmen. Beide Seiten warfen ihre letzten vier Würfe mit dem Wind quasi um ihr Leben, große Würfe, toller Boßelsport.
 
Die Enttäuschung war den Gardingern anzumerken, und die Tetenbüller hielten sich mit Freude sehr zurück. Warum? Garding hätte wohl gewonnen und das war allen Anwesenden klar. Dafür war der Sieg zu knapp. Apropos Sieg, es scheint sich zu wiederholen, dass an diesem Tag wieder einmal der Boßelsport und der Gedanke hinter Allem in den Vordergrund geschoben wurde. Das kann man drehen und wenden wie man will. Was ist nun wichtiger? Um jeden Preis gewinnen oder Größe zeigen? Freundschaftlich auseinander zu gehen oder auf Standpunkten beharren? Und die Moral von der Geschicht? Das Boßeln sorgt für Gleichgewicht ;-) Tetenbüll siegt auf dem Papier, Garding auf dem Rest der ganzen Linie.
 

Tetenbüll gewinnt mit einem "Kiek ut" von 26m

 

Fotos vom Feldkampf gegen BV Garding am 05.02.2011

 

 

Gardinger und Tetenbüller mit gleichen Jacken nicht mehr zu unterscheiden auf die Entfernung 

 

  

Maik Bahnsen hier gegen den Sturm 

 

 

Matthias Johns gibt die Richtung vor: Hier muss er noch steigen! 

 

 

Und darf selber erst sehr spät werfen, da er in der Rolle vergessen wurde

 


 

BV Tetenbüll vs. BV Eiderbund am 29.01.2011 

Mannschaft: 21 Mann
Ergebnis:  ;(  
 
Ort: Über Land in Tetenbüll / Sieversfleth
  
Wetter: meist sonnig, teils leicht neblig getrübt,  leichter Wind aus Südwest, -2°C.

 

UNGLAUBLICH!

 

In Tetenbüll / Sieversfleth angereist, um nach nur ein paar Frostnächten über Land zu gehen, trafen zwei bis unter die Haarspitzen motivierte Mannschaften aufeinander. Beide Mannschaften hatten ihre 21 besten Mann am Start, denn es ging um Gold. Es knisterte von Anfang an, zwar freundschaftlich und äußerlich gelassen, aber die glaskalte, leicht neblig getrübte, sonnendurchflutete Luft konnte man schneiden. Von den schwitzenden Kuhlenkanten stieg Dampf auf, jeder Gang über einen Graben wurde zur Zitterpartie. Hier ein rettender Ast, dort eine Leitplanke quer über den Graben. Man fühlte sich so ein bisschen wie im Film: Unter einem ein tiefer Abgrund, bloß nicht wackeln, ruhig bleiben, nach vorne schauen. Weiter geht´s.

 

Zitterpartie, das war ebenso genau das richtige Wort für den gesamten Feldkampf. Es ist unterm Strich gar nicht wichtig, was vorher im Feldkampf passierte. Ich bin mir sicher, dass das nach den letzten drei Würfen sowieso keinen mehr interessierte. Dennoch, Eiderbund lag auf dem Hinweg mehrmals kurz vor dem Schott, dann auf einmal wieder hinten, so ging das die ganze Zeit. Über den Graben, in den Graben, super Trüll, "doot", nur gute Würfe auf beiden Seiten. Über allem lag eine fast schon erdrückende Spannung und Stille.

 

Vorletzter Wurf Tetenbüll, alles nur noch in Zeitlupe. Eiderbund liegt 50m voraus, hat nur noch seine Nummer Letzt. Die haben wir in der Tasche! Die Boßel kommt nicht vor dem Graben, nicht hinter dem Graben, sondern im Graben auf, wühlt sich einen Meter aus dem Graben raus, zu kurz für den letzten Wurf. Mist! Die Boßel muss hinter den Graben zurück, Tetenbüll allerhöchstens 30m voraus. Der letzte Wurf der Eiderbunder trifft genau!

 

G-E-N-A-U da, wo er treffen soll, eine Granate. Nach dem ersten trockenen Schlag zischt er auf eine Kuhle, die flach in das Feld übergeht und heult weiter über 3, 4 Acker, kommt fast gar nicht mehr zum Stehen. Eiderbund will schon feiern, traut sich aber nicht so recht.

 

Der letzte Tetenbüller unter emotionaler Volllast wirft auf diesen Zielpunkt zu, an der Kuhle vorbei, Menschen fallen hin, halten die Boßel liegend fast auf, sie rollt, rollt sie noch? Rollt, rollt und bleibt liegen... Immer noch kein Jubel, jedenfalls nicht so richtig. "Langt dat?" "Weet ick nich!" Bis alle endlich da sind, schon Diskussionen und geschockte Gesichter...

 

Die Kugeln liegen ca. 10m nebeneinander aber keiner kann sagen, welche weiter vorne liegt. Wo ist die Bahn? WO IST DIE BAHN? Irgendwo hier! Oder hier? "Wi sind näher an de Bohn!" Hat ja alles keinen Zweck, die Bahn war im Eifer des Gefechts nicht 3 Würfe vor Schluss festgelegt worden. Ein salomonisches Urteil musste her und der Tetenbüller Vorsitzende machte auf seiner uralten Heimbahn letztlich das einzig Richtige: "Jüm hebbt wunnen, aber mehr as´n halve Meter is dat nich!" Unglaube, Frust, Erleichterung, Jubel, tumultartige Freude, Lähmung.

 

Egal, ob verdient oder nicht, gewonnen oder nicht, in diesem Moment hatte der Boßelsport gewonnen und beide Vorsitzenden banden all diese Emotionen in einer tollen Rede über diese Geste, über Sportlichkeit, Fairness und Freundschaft wieder sehr schön zusammen. Vielen Dank dafür!

 

Unglaublich, aber wahr. Auf diese spektakuläre Art und Weise über gefrorenen harten Boden kommt es zum Ergebnis:

  

BV Eiderbund gewinnt "Gold" mit einem "Kiek ut" von 0,5m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Eiderbund am 29.01.2011

 

 

Bei herrlichem Wetter ging es übers Land in Tetenbüll / Sieversfleth 

 

  

Sönke Schmidt voll konzentriert... 

 

 

... und mächtig angefeuert 

 

 

Harro Jensen gibt alles und hebt dabei richtig ab 

 

 

Der letzte und entscheidende Wurf!

 


 

BV Tetenbüll vs. BV Uelvesbüll am 22.01.2011 

Mannschaft: 18 Mann
Ergebnis:   + 33m
 
Ort: Kaltenhörner Außendeich
 
Wetter: Windstill, bewölkt, teilweise neblig, +3°C.

 

Für jedes Auto 3 € und ich würde jetzt unter Palmen liegen! 8 Vereine hatten sich zu ihren Feldkämpfen am Kaltenhörner Deich versammelt. Am 22.01.2011 sah es dort eher aus wie vor einem Champions-League-Spiel als wie vor einem Feldkampf. Wie sollen wir das dem am Heimatsport interessierten Touristen erklären, dass wir es hier mit einer vermeintlich aussterbenden Sportart / Tradition zu tun haben? ...

 

Eigentlich wollten die Tetenbüller auf 18 Mann mit Uelvesbüll schön hinter der Karawane herboßeln, als Erste drehen und als Erste vom Deich sein. Aber irgendwie wollte kein Verein so recht in die Puschen kommen, so dass wir uns mit den Uelvesbüllern für einen sofortigen Start und gegen eine lange Warterei entschieden.

 

Am Morgen hatte je ein Werfer vorgeworfen und Tetenbüll startete mit 13m Vorsprung an einem recht weichen Deich. Endlich auch mal wieder modernes Boßeln, leistungsgerecht, hohe Würfe, "doot, doot". Gleich der erste Wurf von Uelvesbüll ging über den Deich, was für ein Start. Als die Tetenbüller Nummer 1 anlief sprach man noch den Fahnenträger an, was er soweit da hinten wolle, Jan muss doch über die Fahne werfen. Unter den teils ungläubigen Blicken nahezu hunderter Augenpaare rauschte die Boßel in Gardeparabel über unsere Köpfe und schlug satte 15m hinter der Fahne ein. Wow!

 

Fünf Würfe weiter mussten wir anfangen, uns gegenseitig zu beruhigen, war das unsere Mannschaft? Tetenbüll lag kurz vorm Schott, aber es kam wie es so oft kommt. Hochmut, Euphorie, benebelt, man kennt das ja schon. In einem recht schwachen Mittelfeld schmolz der Vorsprung nach und nach wieder ab, so dass wir recht schnell wieder gleichauf lagen. 4 gute Werfer zum Schluss brachten dann aber wieder 30m Vorsprung ein.

 

An Nummer 6 im zweiten Durchgang bekamm Tetenbüll dann durch einen lehrbuchartigen Generalpudel das erste Schott, konnte diesen Vorsprung nach leichtem Einschmelzen zum Ende wieder herstellen und gewann zum Schluss mit einem schmucken Wurf über eine menschliche Zielpyramide.

 

Das hört sich jetzt vielleicht seltsam an, aber das war eine solide Leistung beider Mannschaften und eines war hinterher allen klar: Unter normalen Umständen wäre das sehr sicher eine richtig enge Kiste geworden.

 

BV Tetenbüll gewinnt mit 1 Schott und einem Kiek-ut von 33m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Uelvesbüll am 22.01.2011

 

 

Matthias Johns hatte wieder zwei hervorragende Würfe

 

 

Auch Simon Rohde war wieder mit konstanten Weiten eine gute "Nummer Letzt"

 

 

Vier Feldkämpfe an diesem Wochenende zogen auch wieder ordentlich Zuschauer an

 

 

Die Tetenbüller erwarten den letzten Wurf zum Sieg

 

 

Peter Julius Hansen durfte in dieser Saison das erste Mal als zweiter seine Rede halten

 


 

BV Tetenbüll vs. BV Heverbund am 15.01.2011

Mannschaft: 24 Mann
Ergebnis:  ;( 
 
Ort: Kaltenhörner Außendeich

Wetter: Stark bewölkt, teilweise leichter Regen, um die 4°C..

 

"Déjà-vu" ist französisch und heisst "schon gesehen". Aber was haben wir denn schon einmal gesehen? In diesem Fall z. B. den Kaltenhörner Deich, die Boßelkameraden, Boßeln usw., aber das kennen wir ja schon. Schon interessanter machte diesen Feldkampf aus Tetenbüller Sicht sein Verlauf. Das hatten wir doch letzte Woche schon mal gesehen: Ein recht guter Beginn, einmal lieber nichts rufen, dann wieder lautstark "Achtermann schmitt erst", Mitte des zweiten Durchgangs nach schwachen Würfen ein Schott zurück einkassieren, dann ein kurz vor Schluss dankbar angenommenes Nervenflattern beim Gegner, der ein schwaches Schott wieder einsetzen muss und auf die letzten vier Nummern eine Tetenbüller Aufholjagd mit knappem Ende, die wieder einen lachenden Gegner mit 30m Kiek ut zurücklässt.

 

So weit so "gut", damit wäre die Geschichte vom Feldkampf in seinen wesentlichen Zügen berichtet. Aber gehen wir nur dafür zum Boßeln? Ich glaube nicht, wenn das wirklich schon alles wäre. Die Heverbunder und die Tetenbüller haben wieder einmal gezeigt, was Boßeln in einem Feldkampf so schön machen kann: Miteinander, Händeschütteln, Lächeln, Gröhlen, Lachen, Hoffen, Bangen, Schreien, vermischte Gruppen hinter der Fahne, auch mal für den Gegner gröhlen, Privates, "Wie geiht di dat?", "Gut", Pudel, sehr gute junge Boßler, spürbares Wohlwollen, Würfe über den Deich, missglückte Würfe zurück, Spannung, gegenseitige Einladungen zum Boßelball und nach dem Feldkampf zwei tolle Reden, die mit lautem Lachen, Applaus und echter Anerkennung quittiert wurden. Schön, wenn man direkt nach einem Feldkampf so daran erinnert wird, dass diese Freude nicht selbstverständlich und in jedem Fall bemerkenswert ist.

 

Kommen wir nun zurück zu den kalten Zahlen, die Sieg oder Niederlage für immer dokumentieren. Gehen wir also davon aus, dass es sich bei diesem Feldkämpf wirklich um ein "Déjà-vu" handelt, können wir das Delta zum vorherigen bilden (Mildeburg -63m / Heverbund -30m) und damit eine simple lineare Reihe aufstellen. Damit dürfte der nächste Feldkampf mit einem knappen Sieg von +3m enden und die weitere Saison eine erfolgreiche werden.

 

Bitte! Wir sind gespannt, gut wird´s ja sowieso ;-) "Holt sick fast und Lüch op!"

 

BV Heverbund gewinnt mit einem Kiek-ut von 30 m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Heverbund am 15.01.2011 

 

 

Die Heverbunder konten den Deich ohne großen Verlust wieder überqueren.

 

 

Reimer Dau hat auch wieder gute Würfe gezeigt. 

 

 

Ordentlich was los an diesem Wochenende, für Christoph Dau kein Problem nervös zu werden.

 

 

Die Jungen werden immer besser: Marco Hansen wieder mit super Würfen ist inzwischen unverzichtbar.

 

 

Zum Schluß wurde es noch mal richtig eng, da hieß es anfeuern.

 


 

BV Tetenbüll vs. BV Mildeburg am 08.01.2011

Mannschaft: 20 Mann
Ergebnis: ;( 
 
Ort: Kaltenhörner Außendeich

Wetter: Bewölkt, 1°C.

Der lang ersehnte erste Feldkampf des Jahres begann mit scheinbar unausgeglichenen Verhältnissen. Die Tetenbüll knüpften an die Vorjahresform an und "reisten" auf das Heimgelände in Kaltenhörn mit 20 Mann an, der BV Mildeburg konnte 27 aktive Boßler stellen, hmh. Was soll's, der Deich war nach Tagen Tauwetter fast überall noch hart im Boden, aber schon leicht matschig, äußerst rutschige Eisplacken, Hektoliter stehendes Tauwasser und viele knöcheltiefe Schneeflächen als Garnitur, versprach eine spannende Schliddertour in der alten Tradition des Eisboßelns.
 
Tetenbüll begann glücklich und konnte bereits an Nummer 6 und nach einem Abwerfer an der ersten leichten Linkskurve Richtung Uelvesbüll "Schott, Schott, Schott" rufen. "Ne, Nummer süss schall afschmieten!!!" Eine echte Wende nahm zum ersten Mal ihren Lauf. Auf dem folgenden Deichstück lief die Boßel nur noch unter der Deichkrone gut, der Vorsprung schmolz, und wenige Nummern später rief Mildeburg dann wirklich "Schott, Schott, Schott". Dieser Vorsprung hielt sich sehr lange, bis die Tetenbüller das Schott wieder rausholen konnten. So ging es weiter lange hin und her, bis Mildeburg dann nach der Wende wieder ein Schott bekam und an Nummer 11 im zweiten Durchgang sogar das zweite. Klammheimlich, als hätten die Tetenbüller am besten nichts davon mitkriegen sollen.
 
Kurz vor Ende des zweiten Durchgangs gab es ein paar schlechte Würfe auf Seiten der Mildeburger und ein Schott musste wieder raus. Nummer Drittletzt als Abwerfer, Nummer Vorletzt und Nummer Letzt der Tetenbüller schafften es mit Glück, dass der letzte Mildeburger Wurf 1,50 m hinter der Tetenbüller Kugel liegen blieb und das letzte Schott auch noch raus musste.
 
Hört sich nicht spannend an, kommt erst noch! Alle, wirklich alle Boßler am Deich standen in einem Kreis von ca. 10 m um den Tatort, und die Spannung war zum Greifen nahe, Stille, Grinsen, Hoffen, Bangen. Das eingesetzte Mildeburger Schott wollte im angetauten Schlidderschlick von Kleihörn mal eben schnell auf Straßenschuhen anlaufen. Der eine Halbkreis dachte wohl: "Rutsch aus!", der andere: "Rutsch ja nicht aus!". Nahe am Herzkasper aller Beteiligten schlidderte das Mildeburger Schott in echter Zeitlupe wie auf Eiern von Schritt zu Schritt, drehte sich, und?
 
Das nenne ich mal ein gutes Drehbuch! So spannend wollten es die Mildeburger am Ende gar nicht mehr haben. Spaß gemacht hat es trotzdem.

BV Mildeburg gewinnt mit einem Kiek-ut von 63 m.

Fotos vom Feldkampf gegen BV Mildeburg am 08.01.2011 

 

 

Unsere Nummer Eins: Jan Dau mit zwei gewaltigen Würfen.

 

 

Auch wieder gut in Form: Xaver Kähne. 

 

 

Gonne Hansen beäugt von unserem Vorsitzenden Peter Julius Hansen.

 

 

Kurz vor Schluss drehen die Tetenbüller noch einmal auf ....

 

 

... und feuern bis zum Schluss kräftig an.

 


 

Nord gegen Süd am 02.01.2011

Mannschaft: 16 Mann plus Nachzügler
Ergebnis:   + 62 m für Süd

Ort: Kaltenhörner Außendeich

Wetter: Leicht bewölkt bis sonnig bei -3°C.

Nach einer langen boßelfreien Zeit von gefühlten 9 Monaten kam es wie es kommen sollte, wir haben es beim letzten Feldkampf 2010 ja doch wieder besser gewusst: Die nächste Saison stand schneller als erwartet vor der Tür und wurde klassisch mit unserem internen Feldkampf "Nord gegen Süd" eröffnet. Stellt euch das in aller Regel ungefähr so vor:
 
Man nehme die Landkarte von Eiderstedt, grenze Tetenbüll irgendwo zwischen Drescherhof, Everschopsiel, nahe ran an Garding und Uelvesbüll ein, ziehe eine Grenze knapp südlich von Sieversfleth und Warmhörn und teile alle versammelten Boßler am Deich, die nördlich oder südlich von dieser Grenze wohnen in Nord und Süd ein und beginne den Feldkampf. Danach kehre man in einer alten, wohligen Gaststätte ein und gegieße den teilweise nur gefühlten Sieg mit einer ordentlichen Portion Wurst, Senf und Butterbrötchen, abgelöscht mit der über alle Landesgrenzen hinaus "gefürchteten" Tetenbüller Bowle. Nicht zu vergessen natürlich eine Prise Schnacken, Lachen und wenn es besonders gut schmecken soll eine ordentliche Prise Singen alter Lieder, selbstgedichteten Liedgutes und schier unglaublicher Geschichten.
 
Wir haben das Rezept dieses Jahr wie auch die letzten Jahre etwas verfeinert, anders wird's ja auf die Dauer auch langweilig. 16 Mann plus Nachzügler und etliche Schlachtenbummler waren boßelbereit an den Deich in Kaltenhörn gekommen. Ach ja, am 02.01. einem Sonntag. Nord-Süd nehmen wir auch nicht mehr so genau. Soll schmecken, schied op dat Rezept! Damit wir ein bisschen in Schwungen kommen, wurden 3 Durchgänge vereinbart, denn viel schafft bekanntlich viel.
 
Zum Feldkampf? Fast schon Nebensache. Bei bestem Boßelwetter und eisiger Bahn am Deich gab es ein prächtiges und gutgelauntes Tetenbüller Kegelfest, Würfe über den Deich und natürlich auch rin in Schied, aber irgendwie warfen alle gut und waren zufrieden. Wie das nun mal so ist. Am Ende gewann die südliche Mischung nach 3 Durchgängen, also mindestens 48 Würfen, mit einem Schott und 62 Metern. Peter Julius Hansen musste in guter alter Tradition als erster die Rede halten. Eine zweite gab es nicht, die hätte er nämlich auch halten müssen.
 
Was haben wir noch anders gemacht? Statt der alten, wohligen Kneipe gab es bei einem zünftigen Angrillen Bratwurst und Frikadellen satt im Feuerwehrhaus, gesungen haben wir diesmal nicht und unglaubliche Geschichten habe ich jedenfalls auch keine gehört.
 
Das war es aber auch schon, denn es gab Bowle, tolle Gespräche, viel Spaß und eines könnt ihr nach diesem Tag ganz sicher glauben: Wir werden dieses gute, alte Rezept auch diesen Winter wieder mehrfach auf den Punkt bringen! Wir werden lachen, singen, siegen, bowlen und uns einfach der Dinge freuen, die da dann so mit uns "passieren". Jeder ist immer und herzlich eingeladen, und wer dann nicht dabei ist, der hat wirklich etwas verpasst.
 
Wir stehen fest in den Startlöchern und freuen uns auf eine spannende und heitere Saison.
 
In diesem Sinne auf das Boßeln ein dreifach kräftiges Lüch-Op!

Süd gewinnt mit 1 Schott und 62 m.

Fotos vom Feldkampf Nord gegen Süd am 02.01.2011 

 

 

Die ersten Anfeuerungsversuche 2011.

 

 

Unsere schmucke Nummer Eins: Sönke Schmidt. 

 

 

Besser spät als nie: Unser Fahnenträger.

 

 

Erster Kampf und schon über den Deich geworfen.

 

 

Anfeuerungen bis zum Schluss.

 

 

Peter Julius Hansen freut sich über den ersten "Wettkampf" 2011.

 

 

Gemütlich ging die Generalprobe zu Ende.


 

Gedruckt aus: © 2017 Tetenbüll - das Herzstück Eiderstedts