Kirchengemeinde - Kirchenchor / Kantorei St. Anna

 

Der Tetenbüller Kirchenchor entsteht

Am 24. April 1949 gründete Käthe Bernhardt, die Ehefrau des damaligen Pastors Johannes Bernhardt, in Tetenbüll einen Kirchenchor, der zum ersten Mal am Sonntag Kantate desselben Jahres im Gottesdienst auftrat.

Bereits im Dezember 1949 wurde unter ihrer Leitung ein neues Krippenspiel aufgeführt. Der Landeskirchensingeleiter und Kirchenmusikdirektor Georg Langeheinecke aus Kiel (Heinrich-Schütz-Kantorei) hatte dieses Krippenspiel für Erwachsene nach dem Liedgut des Quempas zusammengestellt und der Kirchengemeinde Tetenbüll, zu der er über Käthe Bernhardt regen Kontakt hielt, gewidmet. Bei Darstellung und Gesang wurde der Kirchenchor in der Uraufführung von Oberschülern aus dem kirchlichen Internat des Gymnasiums in St. Peter unterstützt. Unsere Kirche St. Anna war überfüllt und die ca. 600 Besucher waren begeistert.

Dieses "Tetenbüller Krippenspiel" wurde fortan jährlich mit stetigem Erfolg aufgeführt, letztmalig im Jahr 1982 in ebenfalls vollbesetzter Kirche im Beisein des Verfassers Kantor Langeheinecke.

 
 

 
 

Der Kirchenchor tritt auf

Bereits in den Jahren vor 1949 wurde in St. Anna musiziert, aber überwiegend von Kinderchören. Einige der Gründungsmitglieder des Tetenbüller Kirchenchores sangen damals schon fleissig mit.

 Der Kirchenchor sang in Gottesdiensten bei besonderen Feiertagen oder sonstigen Anlässen, oft auch in den Nachbargemeinden Katharinenheerd und Osterhever, deren Pfarrstellen zeitweise von Tetenbüll mitverwaltet wurden. Es gab Konzerte und Abendmusiken. Viele dörfliche Veranstaltungen, z. B. die Dorfabende, wurden durch Chorgesang und Tänze bereichert.  Daran hat sich übrigens bis heute nichts geändert. Mitglieder des Tetenbüller Kirchenchores nahmen an den Chorproben und Aufführungen größerer Werke des Eiderstedter Propsteikantatenchores teil.

Am 24. April 1974 wurde das 25-jährige Bestehen des Tetenbüller Kirchenchores mit einer Abendmusik feierlich begangen. Alle Gründungsmitglieder erhielten für ihre Treue ein Gesangbuch mit Widmung. Im gleichen Jahr gründete Käthe Bernhardt die E.v. Kinderstube Tetenbüll.

 
 

 
 

 
 

Kantorei St. Anna Tetenbüll

Seit 1980 trägt der Tetenbüller Kirchenchor den Namen "Kantorei St. Anna Tetenbüll". 1983 wurden Käthe Bernhardt und Pastor Johannes Bernhardt feierlich verabschiedet.

Am 1. Juni 1983 übernahm Pastorin Johanna Lenz-Aude die Pfarrstelle und ihr Ehemann, Kirchenmusikdirektor a. D. Heinz Aude, ehrenamtlich die Organisten- und Chorleiterstelle. Er fand viel Anerkennung durch die Auswahl und Einstudierung interessanter und anspruchsvoller Chorsätze. Neue Sängerinnen und Sänger, auch jüngere, kamen zur Kantorei, in der auch die Geselligkeit (Chorfeste, Ausflüge, Grillabende) ihren Platz hatte. In guter Erinnerung sind aus dieser Zeit die Konzerte und insbesondere das "Weihnachtsliedersingen" geblieben, bei dem auch die Kinder mitwirkten.

Der Weggang von Familie Aude im Jahr 1995 hinterließ kiirchenmusikalisch eine Lücke, die über Monate nur duch Vakanzvertretungen geschlossen werden konnte.

Eine neue Zeit beginnt

Die Kirchengemeinde Tetenbüll verständigte sich schließlich im Jahr 1996 mit der Kirchengemeinde Garding, sich bezüglich der Chorleitung an der Kirchenmusikerstelle in Garding finanziell zu beteiligen. Damit war es gelungen, die Kantorei St. Anna Tetenbüll zu erhalten.

10 Jahre lang leitete die Gardinger Kantorin Dorothee Räbiger unseren Kirchenchor. Diese neue Regelung führte auch dazu, dass größere Werke mit Garding gemeinsam aufgeführt wurden und dass sich die Chöre gegenseitig unterstützten.

Seit 2006 ist nun Elisabeth Weisenberger Leiterin der Kantorei St. Anna Tetenbüll. Sie führt den Chor mit viel Schwung und Elan und wagt sich auch an moderneres Liedgut heran. Es wäre deshalb sehr schön, wenn sich ein paar jüngere Sängerinnen und Sänger aus Tetenbüll und Umgebung fänden, unsere Kantorei zu bereichern und den mittlerweile seit Jahren bestehenden Kirchenchor auch für die Zukunft zu erhalten.


 

Gedruckt aus: © 2017 Tetenbüll - das Herzstück Eiderstedts