Privates Seniorenheim Eiderstedt - Interview mit Heidi Rohde

 
 

Seniorenheim Eiderstedt GmbH
Heidi Rohde – Geschäftsführerin

Westerenn 11 – 25882 Tetenbüll

Telefon 0 48 62 / 3 54 – Telefax 0 48 62 / 3 73

www.SeniorenheimRohde.de  
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Das Private Seniorenheim Eiderstedt der Familie Rohde in Tetenbüll kann auf eine 40-jährige Familientradition der Hilfe am Nächsten zurückblicken. Natürlich ist die Pflege in all ihren Ausprägungen zunehmend ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, aber die Art und Weise der Betreuung und Begleitung des älter werdenden Menschen mit seinen individuellen Einschränkungen und Bedürfnissen ist im Falle des  Privaten Seniorenheims Eiderstedt besonders erwähnenswert. Das Unternehmen ist der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Tetenbüll und einer der größten auf ganz Eiderstedt - und es ist auch heute noch ein Familienunternehmen. Hier leben und wohnen 84 ältere Personen, die von über 70 qualifizierten MitarbeiterInnen versorgt und betreut werden. Und der Eindruck täuscht nicht, dass diese SeniorInnen integraler Bestandteil des Dorflebens sind. Um das näher zu ergründen, haben wir die Geschäftsführerin des Privaten Seniorenheims Eiderstedt, Heidi Rohde, um ein Interview gebeten.

Redaktion: Frau Rohde, ist das Private Seniorenheim eigentlich wirklich noch ein Familienunternehmen?

Heidi Rohde: Ja, aber sicher! Die früheren Inhaber und heutigen Senioren, Eva und Ernst-Ludwig Rohde, also meine Eltern, wohnen unmittelbar auf dem Grundstück des Privaten Seniorenheims Rohde. Mein Vater ist mit seinen 77 Jahren noch sehr aktiv in Gartengestaltung und -pflege tätig. Schauen Sie sich doch mal an, was er noch so alles auf die Beine stellt! Unsere schönen, weitläufigen Parkanlagen wurden von ihm konzipiert und realisiert. Meine Mutter, Eva Rohde, früher für Hauswirtschaft und Küche zuständig, ist heute noch die "gute Seele" des Hauses und schaut eigentlich täglich vorbei. Quasi als Dank heißt unser Neubau auch "Eva". Meine Schwestern Brünhild und Sünje leiten wichtige Servicebereiche des Unternehmens, meine Schwägerin Brunhild die Hauswirtschaft und mein Neffe Simon die Haustechnik. Mein Bruder Udo ist beinahe der einzige aus der Familie, der nicht bei uns angestellt ist, der aber aufgrund seiner Fachkompetenz im Bereich Trockenbau und Innenausbau sehr häufig für uns tätig ist. Und mit mir als Geschäftsführerin ist das Rohde-Team dann wirklich komplett. Mehr Familie (siehe Foto unten) geht also gar nicht!

Redaktion: Aber irgendwie wird man den Eindruck nicht los, als sei die Familie Rohde überall präsent, nicht nur im Bereich der Seniorenbetreuung. Täuscht dieser Eindruck oder hat es sogar etwas Besonderes damit auf sich?

 
 

Heidi Rohde: Das kommt ganz auf den Blickwinkel des Betrachters an. Nein, der Eindruck täuscht erst einmal nicht. Als größter Arbeitgeber der Gemeinde nimmt man eine Sonderstellung ein - nicht nur weil bei uns viele Menschen wohnen, sondern vor allem auch, weil wir viele Menschen beschäftigen, die unmittelbar aus der Gemeinde oder der Umgebung stammen. Andererseits bestimmen Senioren das Gesamtbild des dörflichen Gemeinwesens - natürlich auch bei uns in Tetenbüll. Was uns als Seniorenheim aber besonders gut gelingt ist die Integration der Institution eines Seniorenheims in das tägliche Leben einer aktiven und intakten Gemeinde. Unsere Bewohner sind nicht alte Ausgegrenzte, sondern z. T. sehr aktive Mitglieder des Gemeinwesens. Und dafür tun wir auch eine ganze Menge - intern wie extern.

Redaktion: Können Sie das bitte näher erläutern?


Heidi Rohde:
Einige unserer Bewohner sind richtige Tetenbüller. Sie waren, sie sind und sie werden aufgrund ihrer örtlichen Herkunft stets integraler Bestandteil der Dorfgemeinschaft bleiben. Wir haben natürlich auch viele Bewohner, die nicht von hier stammen. Aber sie fühlen sich meist genauso gut im gemeinsamen Dorfleben aufgehoben wie die Ur-Tetenbüller. Zudem entwickeln wir intern, aber auch mit Externen Aktivitäten, die es unseren Bewohnern ermöglichen, ein attraktives Freizeitleben innerhalb und außerhalb des Seniorenheims kennenzulernen. Unser Terminkalender ist voll von solchen Aktivitäten. Mit dem DRK-Ortsverein verbindet uns eine besondere Form der intensiven Zusammenarbeit.

 
 

 
 

Und manchmal kann man gar nicht mehr unterscheiden, ob die jeweilige Aktivität nun ausschließlich dem Seniorenheim gewidmet ist oder der Seniorenbetreuung der Gemeinde insgesamt. Und ich sage Ihnen, dass mir dies auch nicht wirklich wichtig ist. Ich persönlich freue mich einfach, dass unsere Senioren am Gemeindeleben aktiv teilnehmen und dass andere Senioren und auch jüngere Menschen aus der Gemeinde unsere Senioren in unserem Hause besuchen. Das ist generationsübergreifendes Zusammenleben in seiner vorbildlichen Art.

Redaktion: Was bieten Sie denn eigentlich an, damit es den Senioren in Ihrem Hause gut geht?

Heidi Rohde: Schauen Sie sich doch einfach einmal den Terminkalender
des Ortskulturrings Tetenbüll an. Da ist eine ganze Menge für Jedermann dabei, auch für alle SeniorInnen. Ferner empfehle ich Ihnen die Seite Senioren
der Gemeinde Tetenbüll, ergänzt um die Aktivitäten der Kirchengemeinde. Alle weiteren Informationen über das Private Seniorenheim Eiderstedt und unsere Aktivitäten und Veranstaltungen finden Sie natürlich auf unserer Homepage. Und zu allen Jahreszeiten empfiehlt sich ein Spaziergang und das Ausruhen auf einer Bank in unseren schönen, weitläufigen Parkanlagen. Diese sind übrigens auch ein beliebter Treffpunkt mit anderen Dorfbewohnern.

Redaktion: Frau Rohde, vielen Dank für dieses Interview.

 
  

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