Ringreiterverein - Geschichte Teil 2

 

        

 
  

  Adolf Theede erringt "Goldene Lanze" 

Allmählich wuchs die Zahl der Aktiven wieder  an. 1973 nahmen 25 Reiter am Ringreiten teil. 1974 zählte der Verein 114 Mitglieder, davon 28 Aktive und 86 Passive. Erstmals erhielt das Königspferd einen Eichenlaubkranz.

Im Jahre 1974 fand auch das Landschaftsringreiten mit 109 Aktiven wieder in Tetenbüll statt. Der NDR war zu Gast und drehte einen Film darüber. Leider fiel die Filmkopie 1991 dem Schadenfeuer bei Erich Asmussen zum Opfer. Unter den Gästen befand sich auch Landrat Dr. Klaus Petersen. Der Pokal ging damals an Tating mit 78 Ringen, knapp vor Tetenbüll mit 74 Ringen – es folgten Witzwort, Koldenbüttel, Tönning, Osterhever und Welt-Vollerwiek.


1978 war Adolf Theede der erste und bis 2012 auch einzige Tetenbüller Ringreiterkönig, der in St. Peter-Ording die „Goldene Lanze“ als „König der Könige“ erringen konnte. In eben jenem Jahr gab es im Kinderringreiten die Rekordbeteiligung von 119 Teilnehmern, davon 54 Amazonen. Übrigens: Matthias Thiesen wurde 2012 der zweite "König der Könige" des Ringreitervereins Tetenbüll – der erste im Wettbewerb überhaupt, der die maximal mögliche Anzahl an Köngisringen (5!) gestochen hat!

 

 1980: 75-jähriges Jubiläum

Im Jahre 1980 feierte der Ringreiterverein Tetenbüll sein 75-jähriges Jubiläum. Bei den Feierlichkeiten blieben die Tetenbüller nicht unter sich. Abordnungen von Eiderstedter und Nordstrander Ringreitervereinen, aber auch von anderen Vereinen und Verbänden unterstrichen ihre kameradschaftliche Verbundenheit durch ihre Teilnahme. Hans-Hermann Andresen gab zunächst einen Überblick über die Vereinsentwicklung. Danach verlas er die schon zuvor erwähnte Feldführerrede von 1866 anlässlich des damaligen Kinderringreitens. Eine lange Reihe von Gratulanten kam zu Wort.

1981 wurden erstmals Ehrennadeln für langjährige aktive Reiter verliehen. 1982 war Tetenbüll das fünfte Mal Ausrichter des Landschaftsringreitens. 145 Reiter und Amazonen gingen an den Start. Witzwort gewann den Pokal mit der bis dahin Bestleistung von 103 Ringen.

1983 kam die Emanzipation der Tetenbüller Frauen klar zum Ausdruck – mit Elke-Luise Theede (heute Kösling) wurde erstmals in der Vereinsgeschichte eine Amazone Ortsringreiter-Königin. Im gleichen Jahr wurde der von ihrem Vater Adolf Theede gestiftete K.O.-Pokal erstmals ausgeritten. Ebenfalls 1983 fand das erste Freundschaftsringreiten mit dem Nordstrander Ringreiterverein statt. Seinerzeit überbrachte der Alt-Neustrander Vorsitzende Boy-Friedrich Erichsen die Grüße der Gäste. Er schloss seine Rede mit den Worten: „Wenn wi na Tetenbüll kamt, hebbt wie immer so’n beten Flattern in de Büx. Dat sind all Profis un gude Steckers, aber dat steiht noch lang nich fest, dat de Pokal in Tetenbüll blifft!“ Er blieb aber in Tetenbüll!
  

 
 

 

Neue Vereinsstandarte + Königskette

1984 wurden eine neue Vereinsstandarte und eine neue Königskette eingeführt. Der Kreisvorsitzende Friedrich Johannsen nahm die Fahnenweihe vor. Die neue Königskette wurde von Hans Jakob Claußen gestiftet. Die alte Königskette erhielt einen Ehrenplatz im Vereinslokal.

1985 erhielt der König bei der Proklamation erstmals mit den üblichen Insignien den neuen Königshut, den der Vorsitzende Hans-Hermann Andresen stiftete. Das Freundschaftsringreiten fand in jenem Jahr auf Nordstrand mit 52 Teilnehmern statt. König wurde der Nordstrander Harm Maart.


1986 wird Erich Asmussen zum neuen Vorsitzenden des Ringreitervereins Tetenbüll gewählt. Er dankte seinem Vorgänger Hans-Hermann Andresen für die vorbildliche Vereinsführung über lange Jahre. Im gleichen Jahr wurde erstmals ein Amazonen-Pokal ausgeritten, gestiftet von Iris und Peter Freudenthal.

1987 war es Hans Hansen, der als erster aktiver Reiter zum 50. Mal am Ortsringreiten teilnahm. 1988 stiftet Andreas Pöhlmann den Seniorenpokal, der zukünftig als Wanderpokal an den erfolgreichsten Reiter im Alter ab 45 Jahren vergeben werden soll. Damals fand auch der erste öffentliche Lottoabend der Ringreiter statt, der gut besucht wurde.


Drei Jahre nach seinem Amtsantritt als neuer Vorsitzender des Ringreitervereins Tetenbüll und nach 30 Jahren aktiver Teilnahme wird Erich Asmussen 1989 erstmals König. Nicht nur durch diese Königswürde unterstrich er, dass er vom Ringreiten etwas versteht.

 

 

Tetenbüll wird Metropole der Ringreiter

1991 war wieder ein sehr lebhaftes Ringreiterjahr in Tetenbüll: 4. Freundschaftsringreiten mit den Nordstrandern, Ortsringreiten, Kinderringreiten und das sechste Landschaftsringreiten mit 154 Teilnehmern.

1993 veranstaltete Welt-Vollerwiek das erste Amtsringreiten. Die Tetenbüller nahmen mit 18 Reitern teil und sicherten sich mit 146 Ringen den Mannschaftspokal. Beim Freundschafts-ringreiten mit Nordstrand mit 41 Aktiven wurde 1995 die Pokalwertung dahingehend geändert, dass die Mannschaften die für die Pokalwertung antretenden Reiter vor Wettkampfbeginn nominieren müssen. Ebenfalls 1995 verzeichnete der Verein beim Ortsringreiten die Rekordteilnehmerzahl von 43 Reitern. Am 09.09.1995 fand das zweite Amtsringreiten mit 62 Aktiven bei extrem schlechten Wetter in Tetenbüll statt. Es konnten nur 16 Durchgänge geritten werden. Doch der Mannschaftspokal ging erneut an Tetenbüll.


Das nennt man einen klassischen Hattrick: Beim dritten Amtsringreiten 1997 in Tating gewann Tetenbüll zum dritten Mal in Folge den Amtspokal. Thies-Holger Thiesen wurde Amtskönig. 1997 gewann Tetenbüll mit 108 Ringen den B-Pokal beim Landschaftsringreiten. Der Amazonenpokal ging damals an Anja Theede (heute Martens) und der Seniorenpokal an Jacob Lorenzen.

 
 

Noch immer nicht genug? Na gut, hier gibt es die Geschichte Teil 3.


 

 
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Haus Peters: Sommeraus-stellung von Uwe Thomas Guschl "Häuser, Hütten, Scheunen, Ställe" vom 08.07. bis 24.09.2017.