Ringreiterverein Tetenbüll - Tradition auf hohem Ross

 

Ringreiten – Was ist das denn?

Ringreiten ist ein Pferdesport mit langer Tradition vor allem an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins und im Süden Dänemarks. Aber auch in den Niederlanden und in anderen nördlichen Landstrichen Deutschlands wird dieser Sport gepflegt. Der Ringreiter versucht dabei im Galopp, der langsam oder schnell sein kann und darf – Hauptsache alle vier Hufe sind kurzzeitig gleichzeitig vom Boden abgehoben –, mit einer Lanze einen Ring aufzuspießen.

Die beim Ringreiten verwendeten Lanzen haben unterschiedliche Längen – bei Kindern ab 50 cm, bei Erwachsenen ca. 150 cm. In Tetenbüll haben die zu treffenden Ringe anfangs noch einen Durchmesser bis zu 22 mm, der so genannte Königsring hingegen nur noch von 9 mm. Da passt gerade noch eine Zigarette hindurch! Dazwischen gibt es weitere Größen für den so genannten K.O.-Pokal bzw. für den Rechts- und Linksältermann.

Emanzipation

In vielen Landstrichen war das Ringreiten ursprünglich eine reine Männerdomäne oder sogar nur den ortsansässigen Bauern vorbehalten. Frauen durften nicht teilnehmen. Diese wichen schon ziemlich früh im 20. Jahrhundert auf den Drahtesel aus. So entstand das heute vor allem bei Kindern noch sehr beliebte Fahrradringreiten bzw. Radringstechen, das in Tetenbüll beim jährlichen Kinderfest im Juni immer großen Zulauf erfährt.

Heute sind die Männer toleranter und die Frauen auch sportlich voll integriert – und häufig genug den Männern im Ringreiten überlegen. Nicht selten gibt es also eine Königin. 2010 errang die erst 16-jährige Rangna Sierk, die erstmals bei den Erwachsenen teilnahm, gleich im ersten Anlauf die Königswürde. Damit haben Amazonen innerhalb der letzten vier Jahr gleich dreimal den Königstitel gewonnen – nach Helma und Wencke folgt nun Rangna. Ein Hoch der Emanzipation!


 


Die Sammlung der
Ringreiter im
Kirchspielkrug

Standarten beim
100-Jahre-Jubiläums-
Ringreiten 2005

Der Beweis:
Amazonen
regieren...

...Tetenbüll zwei Jahre
hintereinander
(Helma + Wencke)


 
Aktuelles

 

 

 

 


Museum Haus Peters: Neue Ausstellung Erhard Göttlicher "Bilder aus dem prallen Leben" – vom 12.03. bis 05.06.2016.