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1948 bis 1959 – Der erste Dorfabend
Gegen Kriegsende waren viele Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie Evakuierte aus den Großstädten nach Tetenbüll gekommen. Als sich die Verhältnisse nach der Währungsreform (20. Juni 1948) wieder langsam normalisierten, wurde auf Anregung von Amtsvorsteher Wilhelm Hamkens und dem Vorsitzenden des Schul- und Kulturausschusses Rudolf Hamkens, Warmhörn, im Jahre 1949 ein Dorfabend als Geselligkeitsveranstaltung für die ganze Gemeinde vorbereitet.
Mit dieser Veranstaltung wollten die Initiatoren eine Verbesserung des Zusammenlebens von Einheimischen und Vertriebenen anstreben. Das Verhältnis zueinander war auf Grund der recht unterschiedlichen wirtschaftlichen und wohnungsmäßigen Verhältnisse nicht immer als glücklich zu bezeichnen. Aus dem Zusammensein in froher und geselliger Runde versprach man sich ein besseres Kennenlernen und mehr gegenseitiges Verständnis für die Sorgen und Nöte. Beides sollte dazu beitragen, ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zueinander zu schaffen.
Von diesen Gedanken ausgehend hatte man alle örtlichen Vereine und Verbände zusammengerufen, um eine Mitwirkung in der Programmgestaltung zu sondieren oder wenigstens eine Förderung und Unterstützung des Vorhabens zu erreichen. Damit von vornherein ein Erfolg sichergestellt war, entschied man sich, die Darbietungen auf eine breite Basis an Mitwirkenden zu stellen. Daneben war angestrebt, möglichst vielen Vereinen Gelegenheit zu geben, der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus ihrer Vereinstätigkeit vorzustellen.
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Das Echo war weit größer als es sich die Veranstalter erhofft hatten. Spontan fanden sich mehr als hundert Personen bereit, die Ausgestaltung zu übernehmen. Neben den örtlichen Schulklassen, die allein rd. 50 Kinder stellten, beteiligten sich auch die örtlichen Vereine an der Programmgestaltung. Die Vertriebenenverbände boten ebenfalls ihre Beteiligung an. Otto Baranski (Schule II) berichtete in einem längeren Vortrag aus der ostpreußischen Heimat und Gerhard Daberkow über Sitten und Bräuche in Pommern.
Zu dieser Veranstaltung, die ein Mammutprogramm aufwies, kamen dann rd. 400 Personen, die sich mit aller Mühe keinesfalls in der Gastwirtschaft Walter Loof unterbringen ließen. Nachdem der Saal buchstäblich vollgepfercht war, reichte die "Schlange" der Einlaßbegehrenden durch das Gastzimmer bis in die ehemalige Durchfahrt (früher Obdach zum Unterstellen der Pferde und Wagen). Das Programm endete erst kurz vor Mitternacht. Danach folgte der gesellige Teil als Tanzveranstaltung. Die Reinerlöse aus diesen Veranstaltungen stellte man in der Anfangszeit für soziale Zwecke (Volkspflegeverein / Mütterverschickung) zur Verfügung.
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