Ortskulturring Tetenbüll

 


Dorfführung – Ein Tag im "Bilderbuchdorf" Tetenbüll

Zum ersten Mal in diesem Jahr findet am Mittwoch den 13.4.2016 die Veranstaltung "Ein Tag im Bilderbuchdorf Tetenbüll" statt. Der Ortskulturring bietet diese Zeitreise in die Vergangenheit auch diesen Sommer wieder an jedem 2. Mittwoch im Monat für Einheimische und Gäste an, die das Dorf und seine kleinen und großen Geschichten besser kennenlernen möchten. 

Beginn ist um 13 Uhr mit einem traditionellen Eiderstedter Gericht im Kirchspielkrug und um 14 Uhr startet von dort der Spaziergang durch das idyllische Tetenbüll, der vom ehemalige Kröger Jakob Claußen unterhaltsam und informativ kommentiert wird. Die Geschichte vom großen Dorfbrand und ein Besuch im historischen Kaufmannsladen Haus Peters dürfen dabei nicht fehlen, aber auch die Kirche, in der die "Bibel der Armen" wie ein Bilderbuch von den Geschichten der Bibel erzählt, wird erklärt. Danach steht leckerer Kuchen im Café im Theatrium auf dem Plan, bei dem dann noch einige Zeit weiter über die alten Zeiten geklönt wird und anhand der großen alten Schullandkarte die landschaftlichen Zusammenhänge anschaulich erläutert werden können. Die Spende für die Führung kommt dem Ortskulturring zugute, der damit u. a. die Aufarbeitung der Dorfgeschichte weiterführen möchte. Bis 18 Uhr besteht dann noch die Möglichkeit, auf einen Besuch in der Tetenbüller Schafskäserei Volquardsen vorbeizuschauen und dort im Hofladen köstlichen Tetenbüller Käse zu probieren.

Treffpunkt: Kirchspielkrug Tetenbüll, um ggf.  telefonische Anmeldung zum Mittagessen wird gebeten Tel.: 04862-8096.

Ablaufplan
13 Uhr Mittagessen im Kirchspielkrug (traditionelle Eiderstedter Küche)
14 Uhr Führung durch Tetenbüll mit Jakob Claußen: Dorf - Kirche - Haus Peters
16 Uhr Kaffee und hausgemachte Kuchenspezialitäten im Café im Theatrium
17 Uhr Gelegenheit zum Einkauf im Hofladen der Schafskäserei Volquardsen

Termine: jeden 2. Mittwoch im Monat 13.4., 11.5., 8.6., 13.7., 10.8.2016
Kosten: 
Verzehrkosten sowie eine Spende an den Ortskulturring für die Führung
Veranstalter: Ortskulturring Tetenbüll


Der neue Ortskulturring-Kalender als PDF und im iCal-Format verfügbar

Den neuen Ortskulturring-Kalender März 2016 bis März 2017 gibt es auch als PDF.

Übrigens: Ab sofort können Sie den Ortskulturring-Kalender in Ihren digitalen Kalender integrieren. Dafür stellen wir eine neue, so genannte iCal-Funktion zur Verfügung. Alle wichtigen Informationen hierzu finden Sie hier.


Hila Küpper ist neue Vorsitzende des Ortskulturringes Tetenbüll

Thomas Lorenzen, jahrelang Vorsitzender des Ortskulturringes Tetenbüll und seit 2013 Bürgermeister der Gemeinde Tetenbüll, bat aus zeitlichen Gründen darum, das OKR-Amt in neue Hände übergeben zu können. Auf der OKR-Jahreshauptversammlung am 11. März 2015 wurde Hila Küpper, Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Tetenbüll e.V., einstimmig zur neuen Vorsitzenden des Ortskulturringes Tetenbüll gewählt – vorerst für ein Jahr, damit dann wieder turnusmässig gewählt werden kann. Wir danken Thomas Lorenzen für seine sehr erfolgreiche OKR-Arbeit und wünschen Hila Küpper ebenfalls viel Erfolg.


Ortskulturring Tetenbüll spendete der Freiwilligen Feuerwehr € 500 für die Wärmebildkamera
 
Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll am 14.01.2011 überreichte Michael Weineck als Kassenwart im Namen des Ortskulturrings Tetenbüll einen symbolischen Scheck über € 500 für die Anschaffung einer Wärmebildkamera.


Der Ortskulturring Tetenbüll

Der Ortskulturring Tetenbüll – kurz  OKR – ist der kulturelle Zusammenschluß aller ortsansässigen Vereine, der Gemeinde Tetenbüll, der Kirchengemeinde Tetenbüll / Katharinenheerd und der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Zusammenleben in unserer ländlichen Gemeinschaft zu fördern, insbesondere durch die Koordination unserer Aktivitäten untereinander, aber auch durch gezielte gemeinsame Veranstaltungen, wie z. B. dem Kinderfest im Juni und dem Dorfabend im November.

Was vor über 60 Jahren begann, feierte im Jahr 2009 mit dem 50. Dorfabend ein denkwürdiges Jubiläum.



Aus diesem Anlaß zitieren wir nachfolgend auszugsweise aus der Festschrift zum 20-jährigen Jubiläum der Kulturellen Laienspielgruppe Tetenbüll aus dem Jahre 1980. Ihr Begründer und langjähriger Leiter, Johannes Glismann, der auch für die Tetenbüller Dorfchronik Teile 1 bis 3 verantwortlich zeichnete, hatte diese Festschrift verfasst. Sie belegt den Gemeinschaftsgeist vor 60 Jahren, der bis in die Jetztzeit hineinwirkt.

Alle Veranstaltungen des Ortskulturrings Tetenbüll finden Sie unter Termine. Wir bedanken uns bei unseren Inserenten, die den Druck des Ortskulturring-Kalenders ermöglichen, der jährlich an alle Haushalte in Tetenbüll und Katharinenheerd verteilt wird.

 

        

 

1948 bis 1959 – Der erste Dorfabend

Gegen Kriegsende waren viele Heimatvertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie Evakuierte aus den Großstädten nach Tetenbüll gekommen. Als sich die Verhältnisse nach der Währungsreform (20. Juni 1948) wieder langsam normalisierten, wurde auf Anregung von Amtsvorsteher Wilhelm Hamkens und dem Vorsitzenden des Schul- und Kulturausschusses Rudolf Hamkens, Warmhörn, im Jahre 1949 ein Dorfabend als Geselligkeitsveranstaltung für die ganze Gemeinde vorbereitet.

Mit dieser Veranstaltung wollten die Initiatoren eine Verbesserung des Zusammenlebens von Einheimischen und Vertriebenen anstreben. Das Verhältnis zueinander war auf Grund der recht unterschiedlichen wirtschaftlichen und wohnungsmäßigen Verhältnisse nicht immer als glücklich zu bezeichnen. Aus dem Zusammensein in froher und geselliger Runde versprach man sich ein besseres Kennenlernen und mehr gegenseitiges Verständnis für die Sorgen und Nöte. Beides sollte dazu beitragen, ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zueinander zu schaffen.

Von diesen Gedanken ausgehend hatte man alle örtlichen Vereine und Verbände zusammengerufen, um eine Mitwirkung in der Programmgestaltung zu sondieren oder wenigstens eine Förderung und Unterstützung des Vorhabens zu erreichen. Damit von vornherein ein Erfolg sichergestellt war, entschied man sich, die Darbietungen auf eine breite Basis an Mitwirkenden zu stellen. Daneben war angestrebt, möglichst vielen Vereinen Gelegenheit zu geben, der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus ihrer Vereinstätigkeit vorzustellen.



Das Echo war weit größer als es sich die Veranstalter erhofft hatten. Spontan fanden sich mehr als hundert Personen bereit, die Ausgestaltung zu übernehmen. Neben den örtlichen Schulklassen, die allein rd. 50 Kinder stellten, beteiligten sich auch die örtlichen Vereine an der Programmgestaltung. Die Vertriebenenverbände boten ebenfalls ihre Beteiligung an. Otto Baranski (Schule II) berichtete in einem längeren Vortrag aus der ostpreußischen Heimat und Gerhard Daberkow über Sitten und Bräuche in Pommern.

Zu dieser Veranstaltung, die ein Mammutprogramm aufwies, kamen dann rd. 400 Personen, die sich mit aller Mühe keinesfalls in der Gastwirtschaft Walter Loof unterbringen ließen. Nachdem der Saal buchstäblich vollgepfercht war, reichte die "Schlange" der Einlaßbegehrenden durch das Gastzimmer bis in die ehemalige Durchfahrt (früher Obdach zum Unterstellen der Pferde und Wagen). Das Programm endete erst kurz vor Mitternacht. Danach folgte der gesellige Teil als Tanzveranstaltung. Die Reinerlöse aus diesen Veranstaltungen stellte man in der Anfangszeit für soziale Zwecke (Volkspflegeverein / Mütterverschickung) zur Verfügung.

 

     

 

Abschaffung + Wiederbelebung des Dorfabends

Am 1. April 1967 erfolgte die Amtsauflösung und der Abschluß einer Verwaltungsvereinbarung mit dem Amt Kspl. Garding / Osterhever. Die Gemeinschaft der Kulturvereine, die bis dahin Träger der Dorfabende war, wurde im gleichen Jahr aufgelöst und als Rechtsnachfolger am 6. Oktober 1967 der Ortskulturring Tetenbüll [OKR] gegründet. In der Gründungsversammlung sprach sich die Mehrheit der anwesenden Mitglieder für die Absetzung der Dorfabende aus, weil sie die Auffassung vertrat, daß diese Veranstaltungen als überholt und von der Zeit überrollt anzusehen seien.

Für die jüngere Generation folgten die modernen "Disco-Veranstaltungen", die mit den Schlagwörtern "Rockwelle" und "Beatwelle" zu umreißen sind. Mit dem Auftreten der "Folklorewelle" und "Nostalgiewelle" kam auch wieder die Frage nach einem Dorfabend und dem Theaterspiel auf.



In der Frühjahrsversammlung 1975 des OKR wurde dann die Wiedereinführung der Dorfabende diskutiert. Mit Rücksicht auf das anstehende 700-jährige Marschkoogs-Jubiläum, welches ebenfalls im Herbst stattfinden sollte, beschloß man jedoch, die Angelegenheit bis zum nächsten Jahr zurückzustellen.
 
Seit dem Jahre 1976 finden nun wieder im Herbst regelmäßig Dorfabende statt. 2009 konnten wir neben der 60-jährigen Tradition auch auf den 50. Dorfabend zurückblicken.

 

        

 

 
Aktuelles

 

 

 

 


Museum Haus Peters: Neue Ausstellung Erhard Göttlicher "Bilder aus dem prallen Leben" – vom 12.03. bis 05.06.2016.