Freiwillige Feuerwehr Tetenbüll - JHV 10.01.2014

 

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll am 10.01.2014

Der neue Wehrführer macht sich gut

Am 10. Januar 2014 leitete der junge und noch neue Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll, Oliver Tetzlaff, seine erste Jahreshauptversammlung. Am Ende waren sich sicherlich alle einig, dass „Olli“ seine Sache bereits ausgesprochen gut macht. Das wurde ausdrücklich auch von den anwesenden Gästen Pastor Holger Beermann, Norbert Bies (Amtswehrführer mit Grüßen vom Kreiswehrführer Christian Albertsen und dessen Stellvertreter Günther Neumann), Dieter Heisterkamp (Bürgermeister Katharinenheerd), Christian Marwig (Amtsvorsteher Amt Eiderstedt mit Grüßen von Amtsdirektor Herbert Lorenzen), Henning Möller und Thomas Lorenzen (Alt- und Neu-Bürgermeister Tetenbüll), Ralf Oldehus und Torben Voß (beide THW-Ortsverein Tönning) und Martin Schmidt (Polizei Garding) in ihren jeweiligen Grußworten bestätigt. Neben diesen Gästen begrüßte Olli Adolf Theede sen. aus der Ehrenabteilung sowie Michael Weineck, der u.a. für den Internetauftritt der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll und der Jugendfeuerwehr verantwortlich zeichnet. Mit einer Schweigeminute wurde dem verstorbenen Feuerwehrkameraden Peter-Gustav Hansen gedacht.

Olli stellte fest, dass mit 27 anwesenden Feuerwehrkameraden die Beschlussfähigkeit gegeben sei. Schriftführer Dirk Kösling verlas das Protokoll der Vorjahresversammlung, das anschließend akzeptiert wurde.

 

 

Danach gab der Wehrführer seinen ersten Jahresbericht – detailliert, aber dennoch kurz und prägnant. Wir wollen uns hier auf die Highlights beschränken. Gleich zu Jahresbeginn musste die Wehr im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ausrücken, ein Reetdachhaus brannte dennoch bis auf die Grundmauern nieder. Vor einem Jahr trat der alte Wehrführer Udo Rohde nicht mehr zu einer weiteren Amtszeit an. Olli wurde einstimmig zum neuen Wehrführer gewählt und am 12. März vereidigt. Seine erste Amtshandlung war die würdige Verabschiedung seines Vorgängers am 27. April. Vom Frühjahr bis zum Herbst unterstützten die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr die Kirchengemeinde anlässlich der umfangreichen 900-Jahr-Feierlichkeiten. Beim Kinderfest am 15. Juni sorgte die Feuerwehr für besondere Höhepunkte mit den Rundfahrten im Löschfahrzeug für die ganz Kleinen – so wirbt man erfolgreich für die Jugendfeuerwehr! – und durch das Kistenstapeln mit allen erdenklichen Sicherheitsvorkehrungen. Ein aufkommender Sturm führte zu einem kurzzeitigen Einsatz am Warmhörner Deich, da Bäume auf die Straße gefallen waren. Als persönliches Geschenk für ihre Präsenz und Unterstützung des Sommerfestes in Katharinenheerd sicherte sich die Freiwillige Feuerwehr Tetenbüll den 1. Platz beim Tauziehen. Ein Fest der besonderen Art stellt in jedem Jahr das traditionelle Treffen mit der Partnerwehr aus Lengefeld dar, das im letzten Jahr in Tetenbüll stattfand. Im September 2014 feiern beide Wehren ihre 40-jährige Partnerschaft sowie das 80-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Lengefeld. Eine Tetenbüll-Delegation wird zu diesem Anlass nach Lengefeld reisen.

Die Sturmtiefs „Christian“ und „Xaver“ haben die Kapazitäten der Feuerwehr über viele Tage hinweg stark in Anspruch genommen. Da die Kommunikation zur Leitzentrale aufgrund eines langen Stromausfalls nicht zur Verfügung stand und zudem das Löschfahrzeug defekt und noch zur Reparatur war, hatte Olli den Einsatz vornehmlich mit Privatfahrzeugen organisiert. Das Engagement aller Kameraden war vorbildlich. Umso bedauernswerter ist es, wenn offizielle Stellen mit bezahltem Personal ihrer Verantwortung in solchen Situationen nicht oder nur unzureichend nachkommen und Feierabend bzw. Wochenende geltend machen, während die Feuerwehr dann die Situation auch außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs meistert, um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden. Unverständlich ist auch, dass private Personen völlig unnötig die Feuerwehr rufen, wenn keine unmittelbare Gefahr im Verzug ist. So sollte man nicht mit ehrenamtlich tätigen Feuerwehrkameraden umspringen. Umso erfreulicher sind dann Veranstaltungen wie der alljährliche Kameradschaftsabend zusammen mit den passiven Mitgliedern. Bei Grünkohl satt wird dann die Nacht zum Tage!

Jugendwart Dirk Kösling berichtete dann über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Dank der Unterstützung durch den Wehrführer und Benny Lorenzen konnte sein krankheitsbedingter Ausfall kompensiert werden. Die Erfolgsstory geht weiter mit aktuell 16 Jugendfeuerwehrleuten, darunter 5 Mädchen. Insgesamt standen 41 Termine an, davon 21 Dienstabende sowie das wiederum sehr erfolgreiche Biikebrennen. Insgesamt wurden über 800 Stunden Jugendarbeit geleistet. In Anbetracht der schulischen und beruflichen Belastungen und anderer attraktiven Aktivitäten der jungen Menschen ist das eine sehr außerordentliche Leistung, die unser aller Respekt verdient. Leider konnten die Jugendlichen nicht an der Herbstabschlussübung teilnehmen, da das Feuerlöschfahrzeug defekt war. Das Ergebnis fleißiger Arbeit mündete in 7 Jugendflammen der Stufe 1, 4 der Stufe 2, 3 der Stufe 3 sowie 2 Leistungsspangen. 3 Jugendfeuerwehrleute bestanden die Prüfung zum Truppmann Teil 1.

 

   
   

 

Kassenwart Gonne Hansen berichtete über einen doch arg gelichteten Kassenbestand, der im Wesentlichen auf drei Gründe zurückzuführen ist. Die Verabschiedung des alten Wehrführers Udo Rohde ist nicht ganz spurlos an der Kasse vorbeigegangen. Auch der Besuch der Partnerwehr aus Lengefeld reißt traditionell ein größeres Loch in die Kasse. Beide Anlässe waren aber äußerst erfreuliche Veranstaltungen und damit auch ihr Geld wert. Der 3. Grund lag in einer etwas verzögerten Umstellung auf das neue SEPA-Verfahren aufgrund einiger bankinterner Probleme, einhergehend mit einer Verschiebung des Einzugs der passiven Mitgliedsbeiträge ins neue Jahr. Durch Spenden, insbesondere von € 500 für die neue Kettensäge durch Ernst Ludwig Rohde, sowie die deutliche Erhöhung der Anzahl passiver Mitglieder durch den besonderen Werbeeinsatz von Oliver Tetzlaff und Christian Andresen ist die Kassenlage insgesamt aber als gut zu bewerten. Die Kassenprüfer Carsten Gröhn und Benny Lorenzen fanden eine gut und übersichtlich geführte Kassenführung vor. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet bei Enthaltung der Kassenprüfer und des Vorstandes.

Für 10 Jahre aktiven Dienst wurden Hendrik Brandt, Stefan Kröger und Matthias Thiesen geehrt, für 20 Jahre Ralph Martens und Simon Rohde, letzterer scheint direkt nach dem Kindergarten in die aktive Wehr eingetreten zu sein. Geehrt wurden zudem für 30 Jahre aktiven Dienst Thomas Bruhn und Jens-Peter Eden sowie in der Ehrenabteilung Adolf Theede sen. Benny Lorenzen, Carsten Gröhn und Gonne Hansen wurden vom OFM zum HFM befördert. Amtswehrführer Norbert Bies beförderte Wehrführer Oliver Tetzlaff vom HFM zum LM.

 

   

 

Bei den anschließenden Wahlen wurde durch Abstimmung auf geheime Wahl verzichtet. In ihren Ämtern wurden einstimmig bestätigt bei eigener Stimmenthaltung:
Harro Jensen als Gruppenführer 1
Jan-Jakob Lorenzen als Gruppenführer 2
Christian Andresen als Stellvertretender Gruppenführer 1
Matthias Thiesen als Stellvertretender Gruppenführer 2
Armin Johns als Stellvertretender Gerätewart und
Andreas Luhn als Stellvertretender Kassenprüfer (bei Enthaltung des Kassenwarts).

 

 

Zum Schluss wurden noch die zu absolvierenden Lehrgänge abgestimmt, der Dienstplan verteilt und erläutert sowie die diesjährigen Termine mitgeteilt.

Traditionell hatten natürlich auch die Gäste das Wort. In den meisten Punkten waren sich alle einig, vor allem in Bezug auf die hohe Einsatzbereitschaft, das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrkameraden und die Kameradschaft untereinander sowie das besondere Augenmerk auf die Jugendarbeit. Katharinenheerds Bürgermeister Dieter Heisterkamp übergab deshalb auch eine Spende für die Jugendfeuerwehr. Amtsvorsteher Christian Marwig betonte, dass das Land Schleswig-Holstein auf die Freiwilligen Feuerwehren zwingend angewiesen sei. Es gäbe nur 750 Berufsfeuerwehrleute, aber Gott sei Dank zusätzlich 50.000 Freiwillige. Martin Schmidt von der Polizei in Garding bedankte sich u.a. bei Pastor Holger Beermann für dessen unfallseelsorgerische Unterstützung z.B. beim tödlichen Verkehrsunfall in Garding. Sehr launig zeigte sich Alt-Bürgermeister Henning Möller in seiner vielleicht letzten „offiziellen“ Rede. Er wusste schmunzelnd von etlichen Döntjes zu berichten, auch von eigenen Verfehlungen. Pastor Holger Beermann erwiderte deshalb, hätte er gewusst, dass heute auch Beichten abgelegt werden, so hätte er natürlich den Talar angelegt. Bürgermeister Thomas Lorenzen, selbst aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Tetenbüll, bedankte sich bei allen Kameraden für ihren Einsatz, auch bei örtlichen Unternehmern für ihre Unterstützung bei den Orkaneinsätzen. Als Bürgermeister sei er Chef der Feuerwehr in der Gemeinde, bei Einsätzen sei es aber Olli, der seine Sache sehr gut mache. Dem ist nichts hinzufügen.

 

 

Zum Abschluss folgte noch der übliche Punkt Verschiedenes, mit Details zu Untersuchungen der Atemschutzgeräteträger, 10 digitalen Meldeempfängern, einem neuen Telefon mit Alarmfax im Feuerwehrgerätehaus, Werkstattausrüstung, neuer Schließanlage und administrativen Themen. Als Dank für die Pflege der Internetseiten erhielt Michael Weineck einen Restaurant-Gutschein als kleines Dankeschön.

 

 
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