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Tetenbüll - hier leben wir!

 

 

Wetter
Küstenschutz in Schleswig-Holstein

 

Sturmflut - wat geiht mi dat an?

 

 Eiderstedt existiert dank seiner Deiche und zahllosen Gräben. Ohne sie würde es längst „Land unter“ heißen. Nachfolgend ein interessanter Auszug aus der Broschüre der Landesregierung Schleswig-Holstein „Sturmflut – wat geiht mi dat an?“:

 „Schleswig-Holstein ist potenziell sturmflutgefährdet. Hier sind 47 Mrd. € an Sachwerten vorhanden. Sturmfluten sind für Schleswig-Holstein, das Land zwischen den Meeren, eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Ohne Deiche könnte etwa ein Viertel der gesamten Landesfläche überflutet werden.

Die Uni Kiel hat errechnet, dass 345.000 Menschen in diesem Gebiet wohnen. Des weiteren arbeiten 172.000 Menschen in
den gefährdeten Niederungen, die Werte in Höhe von 8,5 Mrd. € p. a. produzieren. Die Zahlen belegen, Sturmflutschutz in Schleswig-Holstein ist überlebenswichtig! Für jeden Schleswig-Holsteiner werden etwa 15 € p. a. für den Küstenschutz ausgegeben. (Zyniker merken hierzu an, dass zwei Drittel davon in die Sandvorspülung Sylts fließen würde.)

Wichtigste
Schutzmaßnahme vor Überflutungen ist der Bau von Deichen. In Schleswig-Holstein sichern 527 Kilometer Deiche die Küstenniederungen. Davon sind 431 km Landesschutzdeiche mit höchstem Sicherheitsstandard, von denen 110 km vordringlich verstärkt werden müssen. Die Kosten hierfür wurden mit 256 Mio. € veranschlagt. Inzwischen sind ein Viertel der Deiche bereits verstärkt.


 

An der Westküste liegt hinter der Ersten Deichlinie noch eine so genannte Zweite Deichlinie mit einer Gesamtlänge von 590 km. Alle Landesschutzdeiche zusammen nehmen soviel Grundfläche ein wie 4.000 Fußballfelder. Das sind fast 15 m2 pro Einwohner Schleswig-Holsteins. In den Landesschutzdeichen ist genug Material vorhanden, um die gesamte Landesfläche von Schleswig-Holstein um 10 cm aufzuschütten. Das entspricht 15 Mio. LKW-Ladungen.


Einteilung von Sturmfluten an den Küsten

zusammengestellt nach Angaben des
Bundesamtes für Seeschifffahrt
und Hydrographie

(Wasserstand in m über mittlerem Hochwasser (MHW)* 


Risikostufe
                            
Nordseeküste
Sturmflut                                   1,5 bis 2,5
Schwere Sturmflut                  2,5 bis 3,5
Sehr schwere Sturmflut        3,5 und höher

* ca. 1,5 bis 1,7 m über Normalnull (NN). Eine Sturmflut mit 3,5 m über MHW würde also ca. 5 m über NN auflaufen.“

Übrigens: Tetenbüll liegt hinter der Zweiten Deichlinie und gehört zu den „übrigen Küstenniederungen < 5 m“. Es zählt nicht zu den unmittelbar bei einer Sturmflut gefährdeten Gebieten.


 

    

 

Keine Angst, was Sie hier sehen ist nicht die Nordsee, die Tetenbüll fast überflutet. Aber die anhaltenden Winterregenfälle und Stürme aus westlichen Richtungen haben Anfang 2007 haben dazu geführt, dass die Gräben die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnten und so die Felder überfluteten. Das kommt heute seltener vor als noch früher. Wir arbeiten noch an einem Bericht über die Stockenstiege vergangener Zeiten, die damals dazu dienten, dass die Bewohner "trockenen" Fußes mangels anderer Wege über die Felder gehen konnten.

  

 
Aktuelles

 

 

 


Haus Peters: Aktuelle Herbst- / Winterausstellung von Ole West "Leuchttürme und Mee(h)r" vom 07.10.2017 bis 25.02.2018.