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Das
Nissenhaus ist das zentrale Museum für den Kreis Nordfriesland
und die Stadt Husum. Es stellt die natürlichen Besonderheiten
der Küste und die Kultur ihrer Bewohner zusammenhängend
dar.
Der in den USA zu Vermögen gekommene Stifter Ludwig-Nissen
(1855 - 1924) hat seiner Vaterstadt ein Museum, eine Bibliothek
sowie eine Kunstsammlung geschenkt. Sein "Volkshaus" als
Bildungsstätte wurde 1937 eröffnet und 1986 erweitert.
Naturkräfte prägen die Geschichte und das Aussehen Nordfrieslands.
Den durch das Meer hervorgerufenen Landschaftswandel belegen Funde
aus dem Wattenmeer, Großmodelle von Deichen, Ebbe und Flut,
historische Landkarten, Grafiken, Großfotos und Originaldokumente.
Die Kulturabteilung des Hauses umfaßt die friesischen Maler
des 19. Und 20. Jahrhunderts mit ihren Bildern von Landschaft und
Bewohnern. Über die Region hinaus weisen Kunstwerke von Christian
Rohlfs, Paula Modersohn-Becker oder Egon Schiele ebenso wie die
Sammlung amerikanischer Kunst des Stifters Nissen.
Die volkskundlichen Sammlungen und die stadtgeschichtliche Abteilung
mit Möbeln, Hausgerät, Trachten, Handwerk und Gewerbeobjekten
sowie eine naturkundliche Abteilung vermitteln Eindrücke vom
Leben in der Region. In einem modernen Erweiterungsbau werden regelmäßig
Sonderausstellungen aus den Bereichen Kunst- und Kulturgeschichte
bzw. Kunsthandwerk präsentiert.
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